Objekt Dezember 2014

Khevenhiller, Franz Christoph von:

Annales Ferdinandei Oder Wahrhaffte Beschreibung, Kayser ferdinandi des Andern, ..., in Krieg und Friedens-Zeiten vollbrachten Thaten, geführten Kriegen und vollzogenen hochwichtigen Geschäfften, ..., das ist von Anfang des 1578. bis auf das 1637. Jahr, ..., Geschichten. Dazu: --ders.: Conterfeit Kupfferstich... 12 Bände gebunden in 6 Bänden, und 2 Bände.   

Leipzig, Weidmann, 1721-26. Mit 3 Kupfertafeln, 86 Textkupfern, 73 gefalteten Kupfertafeln und 360 Porträttafeln. Folio. Lederbände der Zeit mit Rückentitel.

€ 9.800,00

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Graesse IV,15; Lipperheide CK3-4; Dahlmann-W. 8340; Wurzbach XI,217; NDB XI,569 f. Das seltene, komplette Hauptwerk österreichischer Geschichtsschreibung und gleichzeitig eine der wichtigsten Beschreibungen des 30jährigen Krieges. Franz Christoph von Khevenhiller verfasste seine Chronik in Form einer Biographie Ferdinands II., eine vom heutigen Standpunkt sicherlich subjektive, aber immer noch höchst wertvolle Darstellung, auch durch den Abdruck zahlreicher, heute verschollener Geschichtsquellen. Das Werk ist, auch auf Grund der überreichen Illustration, letztlich als Geschichte der Gegenreformation, und als solche als die katholische Erwiderung auf Merian's "Theatrum Europeum" anzusehen. Unter den doppelblattgroßen Tafeln im Hauptwerk finden sich Ansichten von Bonn, Braunschweig, Krakau, Linz, Magdeburg, Nördlingen, Paris, Wien, Budapest, Breda, Regensburg und Wolfenbüttel, ferner Darstellungen von Festlichkeiten, historischen Szenen (Prager Fenstersturz, Wallensteins Ermordung) usw. Von Interesse sind auch die Textkupfer, die meist historische Szenen bringen und in den beiden letzten Textbänden auch häufig Besitzungen derer von Khevenhiller abbilden (Hochosterwitz, Landskron usw.). In den beiden Porträtbänden ist gegenüber Vergleichsexemplaren die Tafelanzahl wie immer abweichend. Lipperheide gibt an, dass der Verlag versprach, eine Anzahl von Porträts nachzuliefern, was wohl nicht wirklich geschah. Unser Exemplar ist jedenfalls eines der komplettesten, die seit langem angeboten wurden, vollständiger war nur das Exemplar der Grafen Schönborn-Buchheim, das wir 1994 verkauften und das 374 Porträtkupfer hatte. Die schönen Einbände gering berieben, innen wie meist unterschiedlich gebräunt, die Tafeln überwiegend sehr sauber. Provenienz: Grafen Stubenberg.

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