Objekt April 2014

Plasy – Plass

„Prospect Des Königl. Stiffts-Closters Plaß, Cistercien: Ordens in Königreich Böheim“.  

Deckfarben und Deckweiß über Federvorzeichnung, rückseitig bezeichnet mit „P(ater) Franciscus Stöhr Cisterciensis“. Wohl: Plass, um 1735-40. Format: 210 : 294 mm. Rechts unten in Kartusche die Legende in brauner Tinte.

€ 5.800,00 

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Prachtvolle Darstellung der großen Anlage des Zisterzienser-Klosters Plass/Pasy bei Pilsen in Böhmen. Das Blatt muß unmittelbar nach der Fertigstellung zahlreicher Umbauten entstanden sein. Die Klosterkirche ‚Mariä Himmelfahrt‘ wurde in den Jahren 1661 – 1668 barockisiert, der Konvent stammt aus den Jahren nach 1701 (begonnen von Giovanni Santini, später wahrscheinlich fortgesetzt und vollendet durch K.I. Dienzenhofer) und die Prälatur wurde um 1700 von Jean B. Mathey umgebaut und erweitert. 1826 erwarb der Staatskanzler Clemens Lothar Wenzel Metternich die gesamte Anlage, die auf Grund der josephinischen Klosteraufhebungen bereits jahrelang leer gestanden war. In der Nähe der Prälatur befindet sich auf dem Friedhof die Wenzelskirche mit der Gruft der Familie Metternich.

Die gesamte Anlage gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Westböhmens und beherbergt heute ein kleines Museum. Einem Hinweis von Pater Marek (Kreuzherrenorden und Universität Prag) verdanken wir die Information, dass Pater Franciscus Stöhr, wie auch sein Bruder Pater Johannes Stöhr, aus Karlsbad stammte und im Kloster Plass/Plasy tätig war (siehe: Jakub Krcek: Ruseni klásteru na Plzensku).
Lit.: Hugo Rokyta: Die böhmischen Länder. Handbuch der Denkmäler und Gedenkstätten europäischer Kulturbeziehungen in den Böhmischen Ländern, p 215 f (Prag, Vitalis Verlag, 1997).

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