Objekt November 2007

Manuskript-Kopie nach dem einzig erhaltenen Exemplar

Györ. – Acta, et constitutiones Dioecesanae Synodi Iauriensis. Sub Reuerendiss. in Christo patre ac Domino Georgio Drascouitio, electo Archiepiscopo Colocense, Dei & Apostolice Sedis gratia Iauriense Episcopo, Sacratissimae Caesareae Regiae etq. Maiestatis Consiliario, & per regnum Hungariae summa aulae Cancellario, ad secundum diem mensis Augusti indictae, & per triduum Sabariae, patria Sancti Martini Episcopi, habitae, A.D. MDLXXIX. Manuskript-Kopie nach dem einzig erhaltenen Exemplar. (Prag, Melantrych, aber: Wien), (1579, aber 1862). 2 Bll., 72 Bll. 4°. Roter Maroquinbd.d.Zt.mit dreiseitigem Goldschnitt.

Manuskript-Kopie nach dem einzig erhaltenen Exemplar der Statuten der Diözese Györ, das in der Österreichischen Nationalbibliothek unter der Signatur „CP.1.D.29“ (CP = Cimeliae Palatinae, vulgo Camera Praefecti) aufbewahrt wird. Das Werk, das Bischof György Draskovich (1515 – 1587) in Auftrag gegeben hatte, wurde wohl nur in ganz wenigen Exemplaren gedruckt und hat sich nur in einem einzigen Exemplar erhalten. Schon im 19.Jahrhundert wußte man um die Seltenheit des Buches und zwei namhafte Mitarbeiter der damaligen Hofbibliothek, Franz Xaver Wöber und Wilhelm von Hartel (der spätere Direktor der Bibliothek), fertigten eine Abschrift des Buches an. „Hicce liber ex unico quod membranae impressum in Caesarea asservatur bibliotheca exemplari per manus meas summa cura, ad verbum et originali ex integro conformis est scriptus, dei lectus est et relectus correctus et recorrectus et non nisi typographi errores… Quarto ante adventus Domini die 1862“. Darunter die eh.Unterschriften der beiden Schreiber. Das einzig erhaltene Exemplar trägt eine kalligraphisch schön gestaltete Widmung an Kaiser Rudolph II., auch diese wurde hier beigegeben. Vom Titelblatt des Originals wurde ein Lichtdruck angefertigt. Unter der Widmung Wöber’s und Hartel’s befindet sich ein weiterer handschriftlicher Eintrag: „Synodi Dioecesanae Iauriensis Anno 1579 Sabariae celebratae, Acta et constitutiones describi curavit – Joannes Simor, Episcopus Jauriensis“. Johannes Simor war lange Zeit Bischof von Györ und ist heute noch durch seine Bibliothek bekannt, die er über Jahrzehnte zusammengetragen hatte. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Wöber und Hartel diese Abschrift für Johannes Simor angefertigt haben. Der schöne, zeitgenössische Einband aus rotem, langgenarbtem Maroquin mit Steh- und Innenkantenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt und Rückentitel in Gold.

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