Objekt Juni 2013

Olaudah Equiano: Olaudah Equiano’s oder Gustav Wasa’s, des Afrikaners merkwürdige Lebensgeschichte von ihm selbst geschrieben.

Aus dem Englischen übersetzt (von G.F. Benecke). 2 Teile in einem Band. Göttingen, Dieterich, 1792. Mit gestochenem Porträt und gestochenem Titel. X, 468 SS. Kl. 8°. Halblederbd.d.Zt. mit Rs.


Cox I,464. Erste deutsche Ausgabe, die englische Originalausgabe war 1789 erschienen. Olaudah Equiano, alias Gustavo Vassa (1745 in Igbo, Nigeria – 1797 USA), wurde als 11-jähriger von Sklavenjägern gefangen und landete auf Barbados. Nach verschiedenen Stationen auf den Westindischen Inseln und Virginia, konnte er sich letzten Endes freikaufen, blieb aber bei seinem letzten Besitzer, dem Quäker Robert King. Bald wurde ihm klar, dass sich das herrschende System der Sklavenhaltung nicht verbessern ließ und so wurde er zum aktiven Kämpfer für ein Verbot des Handels mit Menschen.

Ab 1777 lebte er in England, wo er ein Projekt zur Rückkehr von Sklaven nach Sierra Leone betrieb, seinen Kampf zur Aufhebung des Sklavenhandels an der Seite von Granville Sharp fortsetzte, und seine Autobiographie schrieb.

Unser Exemplar ist vollständig, Exlibris im vorderen Innenspiegel, ein kleiner Exlibrisstempel auf dem gestochenen Porträt verso, einige Lagen etwas gebräunt, im Allgemeinen aber fleckenfrei und breitrandig. Der zeitgenössische Einband an Ecken und Kanten etwas berieben und bestoßen.

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