Objekt Januar 2007

Labacco, Antonio: Libro d’Antonio Labacco appartenente a l’Architettura. Nel qual si figurano alcune notabili antiquita di Roma.

(Rom, Lafrèry, 1572). 36 Kupfertafeln (inkl.Titelblatt und 1 Textblatt) auf 33 Tafeln. Folio. Späterer Lederband mit spärlicher Rückenvergoldung.

Fowler 165ff; Thomas Ashby, „Il Libro d’Antonio Labacco appartenente all’Architettura“, in La Bibliofilia, Vol.16, No.7-8 (1914), pp 289-309 (mit Angabe aller weiteren bibliographischen Daten). Äußerst seltener Nachdruck bei Lafrèry in Rom, die Originalausgabe mit nur 28 Tafeln war zuerst 1552 in Rom erschienen. Antonio Labacco (oder dall’Abacco) wurde um 1495 in Vercelli geboren und kam um 1507 nach Rom, wo er in der Werkstatt des jüngeren Antonio da San Gallo Aufnahme fand. Unter dessen Leitung war er seit 1526 an der Ausführung der Befestigungsbauten in Parma und Piacenza beteiligt. 1567 erhielt er eine Zahlung von 500 Scudi für Bauarbeiten in der Kirche und dem Baptisterium des Laterans. Nach Titi und anderen römischen Guiden gilt er als Schöpfer des vornehmen Portales des Palazzo Sciarra-Colonna in Rom, sowie nach Vasari auch als Verfertiger des Modells für Sankt Peter nach dem Plane seines Meisters Antonio da San Gallo d.J. Besonders bekannt wurde er als Verfasser des Architekturwerkes „Libro appartenente all’Architettura“, einer Sammlung von ihm selbst gezeichneter und von seinem Sohn Mario in Kupfer gestochenen Restitutionen antik-römischer Bauten (Thieme-B. I,4). Der ersten Ausgabe folgten zahlreiche Nachdrucke, deren Unterscheidung nicht leicht ist, da viele ohne Angabe von Erscheinungsort und –jahr erschienen sind. Thomas Ashby’s grundlegende bibliographische Arbeit (s.o.) erst ermöglichte eine gesicherte Zuordnung.

„Non vi si trove piú né privilegi, né prefazione: ma per completare la numerazione (che è incisa) vengono (2-3) la tavola doppia del Tempio di Venere e Roma, e (4) quella dell’Oratorio di S. Croce. Colla tavola quinta cominciamo la serie regolare, ed abbiamo innanzi a noi parecchie tavole in senso giusto, col testo inciso in corsivo grande, appartenenti alla serie originale. Fa eccezione il dettaglio del cornicione e del soffito del Tempio di Marte Ultore (tav.12) che è al rovescio, la leggenda “Passato edifitio” essendo stata messa a sinistra. Il titulo è senza data e luogo di stampa” (Ashby). Thomas Ashby konnte nur 5 Exemplare dieses Druckes nachweisen, davon war das Exemplar des Kunstgewerbemuseums Berlin (Ornamentstichsammlung 974) nur in Kopie. Alle Tafeln sind in der Platte nummeriert, ausgenommen davon sind nur der gestochene Titel und das Textblatt nach Tafeln 29-31, die zusammengesetzt und mehrfach gefaltet sind.

Das Titelblatt mit restauriertem Einriss (bis in die Darstellung) und einer kleinen Fehlstelle im rechten weißen Rand, sowie altem handschriftlichem Eintrag im unteren weißen Rand, Tafel 21 und 22 mit unterlegter, kleiner Fehlstelle im rechten weißen Rand, die Doppeltafel 23/24 mit restauriertem Einriss. Alle Tafeln tragen rechts oben eine alte, handschriftliche Nummerierung, die natürlich nur auf 33 Tafeln kommt. Sonst ein bemerkenswert gut erhaltenes Exemplar, die Kupfer in klaren und tiefen Abdrucken und annähernd fleckenfrei und ungebräunt. Für den Druck wurde extrastarkes Papier verwendet. Der spätere braune Ganzledereinband ist etwas verzogen und wurde wohl vom Vorbesitzer an den Ecken und Kapitalen geschickt restauriert.

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